Das Mikrobiom besteht aus der Gesamtheit aller Mikroorganismen- also Bakterien, Pilze und Viren- die den Körper innen wie außen besiedeln.
Alleine im Darm sind Billionen von ihnen angesiedelt, welche essenziell für viele Funktionen in unserem Körper verantwortlich sind.
Auf unserer Haut dient das Mikrobiom als unser persönliches Schutzschild und auch die Lunge oder die Nase verfügen über ein ganz spezielles, individuell auf dich abgestimmtes Mikrobiom.
Was viele von uns nicht wissen: Diese Mikroorganismen kommunizieren im Darm über die Darm-Hirn-Achse über unsere Nervenbahnen und Stoffwechselprodukte mit unserem Gehirn. Sie sind maßgeblich an unserem Verdauungsprozess beteiligt und trainieren unser Immunsystem, um Krankheiten abzuwehren. Ferner nehmen sie über diesen Weg auch massiv Einfluß auf unseren mentalen Zustand. Sie können psychische Erkrankungen negativ verstärken.
Jeder von uns hat sein ganz eigenes, individuell zusammengestelltes Mikrobiom. Dieses wird durch äußere Einflüsse, aber auch durch unsere Verhaltensweisen gekennzeichnet. Wir selbst sind zu einem großen Teil durch unser Verhalten dafür verantwortlich, ob das Mikrobiom über eine große und gesunde Artenvielfalt verfügt oder ob es nur wenige Mikroorganismen beherbergt und daher geschwächt ist.
Ein geschwächtes Mikrobiom wird mit vielen chronischen Erkrankungen und einem nicht starken Immunsystem in Verbindung gebracht.
Woran erkenne ich, dass mein Mikrobiom nicht gut funktioniert?
Nun, ein nicht gesundes Mikrobiom zeigt sich nicht nur durch Magen-Darm-Probleme, sondern durch eine ganze Reihe von unspezifischen Symptomen wie Hautprobleme, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Ferner natürlich die bereits angesprochene Immunschwäche und die Darmbeschwerden wie unregelmäßiger Stuhlgang, Bauchschmerzen und einem Blähbauch. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie hier mein Appell: du kannst mittels Nahrungsaufnahme auf deine mentale Stärke selbst Einfluß nehmen.
Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Heißhungerattacken werden von unserem Mikrobiom befeuert, wenn es im Ungleichgewicht ist.
Ein weiteres Thema ist die Einnahme von Medikamenten: Mit verschiedenen Medikamenten beeinflusse ich mein Mikrobiom nicht nur negativ, sondern „zerstöre“ es regelrecht für Monate. Und da diese Medikamente Breitband aufgestellt sind, zerstören sie nicht nur die schlechten Bakterien, sondern auch die guten, was extreme Folgen hat. Viele von uns wissen aber auch nicht, dass es einiges gibt, was man für ein gesundes Mikrobiom selbst tun kann und wir uns umgekehrt durch ungesunde Verhaltensweisen selbst vergiften.
Ein Beispiel: wir sorgen mit passenden Nahrungsmitteln für ihre Haustiere besser als für uns selbst. Und auch beim Auto wird mehr darauf geachtet, was dem Motor schadet.
Mit den nächsten Teilen meines Blogs möchte ich euch informieren, wie ihr besser für euch selbst sorgen könnt und worauf man achten kann. Ihr dürft gespannt sein!
Herzlichst Renate Münz