Wir bewegen uns den ganzen Tag im Rahmen unserer Epigenetik (der Begriff, der beschreibt, wie unsere Gene gesteuert werden, teilweise unbewusst, teilweise aber auch bewusst).
Das bedeutet, dass wir alle unsere ureigenen DNA und Gene beherbergen. Diese können wir nicht verändern, was bedeutet, dass uns ein Rahmen oder eine Leitplanke begrenzt, in welcher wir uns bewegen können.
So ist auch jedes Mikrobiom einzigartig, genau wie unser Fingerabdruck. Was ich damit sagen möchte ist, dass nicht alles für jede Person gleich gut oder gleich schlecht ist.
Unsere innere Biologische Uhr geht unterschiedlich schnell und hat unterschiedliche Rhythmen im Vergleich zu anderen Menschen. Wichtig ist hier, seine innere Uhr wahrzunehmen und sich im besten Fall danach zu richten. Im Rahmen unserer Ernährung sprechen wir hier von chronobiologischer oder zirkadianer Ernährung. Der zirkadiane Rhythmus spielt eine entscheidende Rolle bei der Synchronisierung von Mahlzeiten mit unserer inneren biologischen Uhr. Diese Abstimmung kann als wertvolle Maßnahme gegen Stoffwechselstörung und Übergewicht betrachtet werden. Indem wir unsere Essenszeiten bewusst im Einklang mit unserem biologischen Rhythmus wählen, fördern wir eine gesunde Gewichtsregulation, da die aufgenommene Nahrung besser verwertet werden kann.
Eine solche Achtsamkeit hinsichtlich der Nahrungsaufnahme trägt dazu bei, den Stoffwechsel zu optimieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ebenso ist sowohl die Zubereitung als auch das eigentlichen Essen als eine Achtsamkeitsübung zu sehen, indem man sich auf die Zubereitung focussiert, achtet man automatisch mehr auf die eigentliche Wertigkeit des Essens und beim Essen selbst, geniesst man dann auch mehr, welche Gerichte man für sich zubereitet hat.
Wir können mit Hilfe unserer Ernährung die Zusammensetzung unseres Mikrobioms positiv beeinflussen.Je vielfältiger und breiter aufgestellt unsere Ernährung dabei ist, umso besser. Einseitiges , wenig abwechslungsreiches Essen sorgt auch für einseitige Bakterienstämme im Darm.
Es sollten jeden Tag nach Möglichkeit viel Gemüse auf dem Speiseplan stehen- aber nicht nur ein Gemüse, sondern achte darauf, dass du viele verschiedene Gemüse innerhalb der Woche isst.
Ferner sollten auf dem Speiseplan balaststoffreiche Lebensmittel, ebenso tierische Produkte, wie Joghurt, Fleisch, Fisch und Milch, sowie Fette stehen.
Bei allem, was du zu Dir nimmst: achte auf die Qualität! Natürlich ist Qualität teurer als Massenware, aber die Inhaltsstoffe sind viel hochwertiger. Diese Qualität bewirkt aber auch, dass es Dir nachhaltig besser geht.
Und genauso wichtig ist im Anschluss die Zubereitung. Eine schonende Zubereitung beim Dünsten oder Dampfgaren spaltet die Lebensmittel anders auf, wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe sind besser verfügbar und für deinen Körper auch leichter verwertbar.
Frisch und saisonal zu kochen ist vielleicht zeitlich etwas aufwendiger, aber es lohnt sich definitiv! Du hast viel weniger Zusatzstoffe im Essen und ist es nicht beruhigend zu wissen, was in deinem Essen drin ist?
Im nächsten Teil werde ich weiter auf die positiven und negativen Einflüsse auf unser Mikrobiom eingehen und wie du selbst etwas für dich tun kannst.
Herzlichst,
Renate Münz