Zunächst ist zu unterscheiden, ob es sich um Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule handelt, dies erfordert zum Teil andere Ansprechpartner oder Abläufe.
Für denjenigen, der am Arbeitsplatz oder in der Schule mit dieser Thematik konfrontiert ist, ist schnelles Handeln entscheidend, um psychische Folgen abzuwenden.
Auf der Arbeit ist es wichtig, die Kollegen offen an zu sprechen, ob sie dies so wahrnehmen wie du und dir helfen können. Falls es einen Betriebsrat gibt, ist der Betriebsrat oder die Personalleitung zu informieren, ansonsten der Vorgesetzte.
Der Arbeitgeber hat Dir gegenüber eine Fürsorgepflicht und ist verpflichtet, dich dementsprechend zu unterstützen, indem er mit den Beteiligten spricht und den Vorwürfen nachgeht.
Ich weiss, es ist nicht einfach, aber am Besten sprichst du auch denjenigen, der dich mobbt, offen auf sein Verhalten an. Je früher du der Sache entgegen gehst und diese Dinge nicht einfach hinnimmst, umso wahrscheinlicher ist es, dass du diese Situation abwenden kannst. Erinnere dich, was ich im ersten Teil geschrieben habe, das „Hinnehmen“ wird in diesem Fall als Schwäche gewertet und meist intensiviert der „Mobber“ seine Aktionen noch.
Suche dir Menschen, die dir in dem Unternehmen zugewandt sind und dir zur Seite stehen. Und falls diese internen Maßnahmen nicht helfen, kontaktiere einen Anwalt für Arbeitsrecht. Je nach Lage, kann es dazu kommen, dass die betreffende Person abgemahnt oder auch versetzt wird. Dies ist jedoch in kleineren Unternehmen oft nicht möglich.
Manchmal hilft es, für sich in dem Moment auch mal Druck aus dem System zu nehmen, indem man mit dem Hausarzt spricht und dieser einen wegen der psychischen Belastung auch mal krank schreibt- nur ist dies natürlich keine Dauerlösung.
Wenn weder offene Gespräche, Konfrontation, etc. helfen, ist auch an einen Arbeitsplatzwechsel zu denken. Denn: Mobbing macht auf Dauer krank! Überlege dir, ob du diesen Umgang weiter aushalten kannst und möchtest, oder eine andere Arbeitsstelle in Betracht kommt. Dennoch ist es langfristig wichtig,dass du für dich sorgst. Versuche, dein Selbstwertgefühl aufzubauen und gib dieser Person nicht die Macht über dich. Ich helfe dir gerne dabei!
Jemand, der ein starkes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen hat, treffen seltener Mobbingattacken.
Wirst du oder dein Kind in der Schule gemobbt?
Auch hier ist schnelles und konsequentes Handeln durch Dokumentation der Vorfälle, Einbeziehung von Lehrkräften, Schulsozialarbeitern und ggf. der Schulleitung erforderlich.
Wichtig ist, dein Kind zu stärken. Sprich nicht selbst mit den Eltern der Mobbingtäter- sondern überlasse dies zunächst den Klassen- oder Vertrauenslehrern. Diese sollten versuchen, die Gespräche mit den Tätern zu führen.
Siehst du keinerlei Erfolg in den Maßnahmen, ist auch ein Gespräch mit dem Schulsozialarbeiter eine Möglichkeit.
Wichtig: stärke deinem Kind den Rücken, es trägt an der Situation keine Schuld! Hilf ihm, bei den Mitschülern Grenzen zu setzen und innerhalb des bestehenden Freundeskreises den Selbstwert aufzubauen.
Hier sind konkrete Schritte, um den Selbstwert zu stärken.
Wie gelingt es mir, an dem Selbstwert von mir/meinem Kind etwas zu ändern?
Konzentriere dich auf deine positiven Eigenschaften und was du alles schon erreicht hast. Mobbing ist ein gezielter Angriff, um dein Selbstwertgefühl herabzusetzen. Mache dir bewusst, dass der Mobber selbst ein niedriges Selbstwertgefühl hat und sich nur stark fühlt, indem er andere schwächt.
Indem du klare Grenzen setzt und dich gegen diese Angriffe wehrst, schafft dein Gegenüber es nicht, dich zu schwächen.
Tue Dinge, die dir gut tun und suche dir Unterstützung bei Kollegen oder Schulkameraden.
Wenn du Hilfe brauchst, um deine seelischen Wunden zu heilen oder Strategien zu erlernen, um mit dieser Situation umzugehen, wende dich gerne an mich.
Ich bin für dich da!
Renate Münz